Ein neuer Standard in der Feldintelligenz

Wie Xsupra Beprobung, Kartierung und Düngeplanung zu einem durchgängigen Prozess verbindet.

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Die Lücke in der Präzisionslandwirtschaft

Präzisionslandwirtschaft hat sich im letzten Jahrzehnt enorm weiterentwickelt. Satellitenbilder, Ertragskarten, teilflächenspezifische Streuer — alles verfügbar. Aber auf den meisten Betrieben arbeiten diese Werkzeuge immer noch nebeneinander her. Die Beprobung folgt einer Logik, die Kartierung einer anderen, und die Düngeentscheidung basiert auf wieder anderen Annahmen. Am Ende hat man eine Kette von Schritten, die nicht wirklich aufeinander aufbauen.

Ein zusammenhängender Prozess

Den Xsupra-Workflow haben wir gebaut, um genau diese Lücke zu schließen. Statt Beprobung, Kartierung und Düngeplanung als getrennte Aufgaben zu behandeln, die zufällig dasselbe Feld betreffen, haben wir sie als einen Prozess konzipiert, in dem jeder Schritt direkt in den nächsten übergeht. Am Anfang steht die Umweltstruktur des Feldes. Mit Spektraldaten aus mehreren Vegetationsperioden segmentieren wir das Feld in Managementzonen, die sein tatsächliches Verhalten abbilden — keine willkürlichen Rasterzellen, sondern reale agronomische Einheiten, geprägt von Bodentyp, Feuchtedynamik und Geländeform. Aus jeder Zone wird eine repräsentative Bodenprobe entnommen.

Von der Beprobung über die Kartierung zur Anwendung

Wenn die Laborergebnisse vorliegen, übertragen wir sie mithilfe derselben Umweltstruktur auf das gesamte Feld, die auch die Zonen definiert hat. Statt Werte nur nach Entfernung zu schätzen, werden Bodeneigenschaften danach vorhergesagt, wie ähnlich die Umwelt jedes Standorts einer beprobten Zone ist. Das Ergebnis ist eine flächendeckende Bodenkarte, die mit der ursprünglichen Zonierung konsistent bleibt. Die Bodenwerte werden dann in Düngegruppen klassifiziert — jede mit einer festgelegten Aufwandmenge. Bereiche mit ähnlichem Bodenstatus erhalten dieselbe Empfehlung. Heraus kommt eine Applikationskarte, die agronomisch fundiert und in der Praxis umsetzbar ist.

Vorteile gegenüber klassischen Methoden

Im Vergleich zu konventionellen Ansätzen ist der Unterschied spürbar. Rasterbeprobung erzeugt oft redundante Proben in einheitlichen Bereichen und verpasst wichtige Übergänge. Standardinterpolation kann Variabilität glattbügeln, die eigentlich relevant ist. Unser Prozess vermeidet beides. Die Beprobung zielt auf Umweltrepräsentation, nicht auf geometrische Abstände. Die Kartierung basiert auf struktureller Ähnlichkeit, nicht auf einfacher Entfernungsgewichtung. Aufwandmengen werden aus gemessenen Bodendaten abgeleitet, nicht aus Oberflächensymptomen. Und weil jede Stufe auf derselben Grundlage aufbaut, gibt es keinen Bruch zwischen Beprobung, Kartierung und Düngung.

Messbare Vorteile

Was heißt das in der Praxis? Weniger Proben, die tatsächlich mehr aussagen. Bodenkarten, die zum Feld passen. Geringeres Risiko von Über- oder Unterdüngung. Managementzonen, die mit Präzisionstechnik funktionieren. Bessere Inputeffizienz und gesündere Böden auf Dauer.

Fazit

Wir wollten nicht noch ein Kartierungstool bauen. Wir haben ein Entscheidungssystem gebaut. Von der Feldgrenze zu Managementzonen, von Laborergebnissen zu Bodenkarten, von Bodenkarten zu Applikationszonen — alles ein zusammenhängender Workflow. Keine Sammlung loser Einzelschritte. Das meinen wir mit Feldintelligenz.

AutorXsupra Team
Datum4. März 2026
Lesezeit6 Min. Lesezeit
KategoriePräzisionslandwirtschaft

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